Aktuelles

Waldritter erobern Stadtgarten

Der Stadtgarten in Wattenscheid wurde für einen Tag zur Kulisse eines „live action role playing“ -events (LARP). Vier junge Männer des Vereins Die Waldritter e.V. aus Castrop-Rauxel schlüpften in verschiedene Rollen und stellten die 34 Schülerinnen und Schüler vor eine große Aufgabe. Diese mussten in zwei Gruppen im Land Silvanien zwei Teile einer Schatzkarte des Königs Gernot VII finden, der beim Vergraben des Schatzes daselbst in die Grube stürzte und dabei zu Tode kam – so die Legende. Die Kinder der 3. -6. Klassen der beteiligten Schulen (GS Westenfeld, Hellweg-Gymnasium, GGS Leithe und GGS Regenbogenschule sowie der Schulverbund Hofstede) mussten Flüsse überqueren und sich im Schwertkampf schulen lassen, um Unholde und Orks zu bekämpfen. Darüber hinaus wurden Rätsel gelöst und Scherze und Spiele des Kobolds ausgeführt, der sehr eigenwillige Regeln aufstellte. Dabei waren Teamgeist und Durchhaltevermögen gefragt, aber bei bestem Wetter und mit Unterstützung des Teams der Schulsozialarbeiter*innen war das kein Problem. Nach vier Stunden konnte die Schatzkiste mit Schokoladen-Goldtalern gehoben werden. Finanziert wurde das Projekt über das Jugendamt der Stadt Bochum (Kinderbüro) im Rahmen des Arbeitskreises mobile Kinder- und Jugendarbeit, das mit dem Netzwerk HatWatt in Bochum-Wattenscheid kooperiert.

Graffitiworkshop

Wie schon im letzten Jahr konnte im Stadtgarten der Unterstand am Schachplatz für eine Graffiti-Aktion genutzt werden. In Kooperation mit dem Jugendtreff „Heroes“ konnten sich Jugendliche zum ersten Mal mit dem Sprayen auf großer Fläche vertraut machen. Dabei stand ihnen der Künstler Florian Walde aus Wattenscheid, bekannt unter dem Künstlername „zergy“, zur Seite, der bereits das Graffiti im Jugendcafé gestaltete. Eigene Ideen wurden zunächst auf Papier gebracht - die Kunst bzw. Herausforderung besteht darin, dies im Großformat auf die Wandflächen zu übertragen – ein Blick auf das Original im Stadtgarten lohnt sich!! Durch das Engagement des Betriebspunktleiter des Stadtgartens „erstrahlt“ nun auch wieder das Schachbrettmuster, große Natursteinblöcke laden zudem zum Verweilen ein. Der Bezirksbürgermeister, Manfred Molszich, machte sich ebenfalls ein Bild vor Ort und es wird nach einer Finanzierungsmöglichkeit zur Anschaffung neuer Schachbrettfiguren sowie für eine Dacherneuerung gesucht. Finanziert wurde der Graffitiworkshop über das Jugendamt der Stadt Bochum (Kinderbüro) im Rahmen des Arbeitskreises mobile Kinder- und Jugendarbeit, mit dem das Netzwerk HatWatt in Bochum-Wattenscheid kooperiert.

Finanzierung des Patinnenprojekt ist gesichert

Bislang konnte der Einatz der Familienpatin, Jihan Khodr, im Netzwerk HatWatt in Kooperation mit dem Sozailen Dienst der Stadt Bochum , dem SKFM.e.V. und dem Gesundheitsamt (Familienhebamme) über die finanziellen Mittel der Anneliese-Brost-Stiftung und kommunalen Mitteln aufrecht gehalten werden. Zukünftig wird die BKK vor Ort als ein weiterer Kooperationspartner das Erfolgmodell zur Begleitung und Unterstützung junger Familien in Wattenscheid begleiten, so dass die Finanzierung bis Ende 2015 gesichert ist. Das Patinnen-Team macht sich jetzt große Hoffnung, dass darüberhinaus das Bündis mit weiteren Bochumer Krankenkassen ausgebaut werden kann. Langfristig könnten dann auch ehrenamtliche Helferinnen geschult werden, die die Arbeit der Familienpatin unterstützt. Denn der Bedarf an praktischer Unterstützung junger Familien bei der Versorgung des Kindes, im Haushalt, in Ernährungs- und Hygienefragen etc. ist nach wie vor groß.

Start der FiSch-Fortbildung in Bochum-Wattenscheid

Das Netzwerkprojekt  HAT WATT des Sozialraumes Bochum-Wattenscheid startete am 20. und 21.03.2015 mit dem ersten Workshop einer Fortbildungsinitiative  für Lehrer*innen, Sonderpädagog*innen, pädagogische Fachkräfte sowie Schulsozialarbeiter*innen für vorrangig Wattenscheider Schulen  zu sogenannten Elterncoaches.  Das Präventionsprojekt unterstützt und begleitet Schüler*innen und ihre Eltern auf freiwilliger Basis bei z.B. Konzentrationsschwierigkeiten oder Verhaltensauffälligkeiten. Dazu werden an dem jeweiligen Schulstandort die Pädagog*innen als multiprofessionelles Team gemeinsam aktiv und binden Eltern über mehrere Wochen in das Geschehen während des Unterrichts an einem festen Tag der Woche ein. Die Eltern  kommen  mit ihrem Kind an diesem Vormittag in der sogenannten FiSch-Klasse (Familie in Schule) zusammen, um in einem klaren Rahmen in der Kleingruppe ihre Kompetenzen in Konfliktsituationen zu stärken und an individuellen Zielen zu arbeiten. Die Lehrer*innen der jeweiligen Stammklasse nehmen dabei auch die Zielerreichung in den Blick. „Schließlich geht es vor allem darum, über Erfolgserlebnisse wieder Spaß und Freude am Lernen und in der Gemeinschaft  zu entwickeln, damit einer erfolgreichen Schullaufbahn nichts mehr im Wege steht“, so Thomas Pletsch, Referent von FiSch und Mitarbeiter  der Tagesklinik Baumhaus am Helios Klinikum Schleswig. Gemeinsam mit Andree Nykamp und in Kooperation mit der Schule Hesterberg sind sie bereits seit Jahren als Elterncoach-Team aktiv und erleben immer wieder, wie wichtig die Rolle der Eltern ist, die durch dieses Angebot sowohl einen neuen Blick auf das Kind als auch besondere Einblicke in den Unterricht erhalten. Besonders wertvoll  ist dabei der Austausch der Eltern untereinander.

An der Fortbildung beteiligen sich  20 Teilnehmer*innen aus insgesamt sieben Bochumer Schulen: GS Günnigfeld, Gertrudisgrundschule, Glückaufgrundschule, Liselotte-Rauner-Schule, GS Westenfeld, Astrid-Lindgren-Schule und Hilda-Heinemann-Schule. Zwei weitere Teilnehmer aus Wien haben sich ebenfalls angeschlossen, da sie das Konzept sehr überzeugend finden. Im Juni wird die Fortbilung mit dem zweiten Workshop fortgesetzt, bis dahin könnten bereits erste FiSch-Klassen an den Schulen gebildet worden sein.  Diese Inhouseschulung ist durch die Unterstützung der Anneliese-Brost-Stiftung für alle Teilnehmenden kostenlos.

Kita-Familienseminar: Meine Zeit - deine Zeit - unsere Zeit

Neben Schule, Beruf, Kindergarten, Haushalt, Sport und Hobbys.... wieviel Zeit bleibt da noch für die Familie? Nehmen wir uns noch bewusst Zeit für Gemeinsamkeiten oder  ist der Alltag immer mehr "fremdbestimmt" und werden wir in den verbleibenden "Zeitfenstern" immer mehr "ferngesteuert"? Mit diesen und anderen Fragen haben sich insgesamt 12 Familien aus insgesamt 4 Tageseinrichtungen für Kinder in Bochum Wattenscheid in einem Zweitagesseminar Ende März im Begegnungszentrum St. Pius beschäftigt. Bei alten und bewährten klassischen Spielen sowie Kreativangeboten konnten wir einerseits bewusst die Zeit in der Gruppe und mit dem eigenen Kind genießen. Wichtig sind aber auch die bewussten Momente für die eigenen Bedürfnisse, für die es  auch eine Auszeit geben muss – ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Hilfreich war es daher für die Eltern, den Antreibern aus der Kindheit einmal auf den Grund zu gehen oder sich beim „dialogischen Malen“ und Entspannungsübungen ein Stück Verlangsamung zu gönnen, um Gedanken, Gefühlen und Geräuschen nachzuspüren. Leider kamen diese Einheiten im Seminar auch zu kurz, was bei der Planung des nächsten Familienbildungsseminar berücksichtigt wird. Das Fazit der Teilnehmenden war jedoch eindeutig: Es lohnt sich ganz bewusst im Alltag kleine Auszeiten einzubauen, um die Achtsamkeit zu sensibilisieren. Oder wie eine Mutter sagte: „Ich kann nur lieben, wenn ich mich selber so annehmen und lieben kann, wie ich bin.“

Dieses Seminar wurde gemeinsam mit den Familienzentren St. Barbara und Martin-Luther-Kinderhaus sowie der Familienbildungsstätte des PEV  geplant und durchgeführt. Im September startet ein weiteres in Kooperation mit der Tageseinrichtung Ludwig-Steil-Kita und den Familienzentren AWO Bußmannsweg und AWO Moltkestraße.

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