Glueckauf Schule

Bochumerstr. 69-71
44866 Bochum

Im Schuljahr 2008/2009 sind die beiden Grundschulen Wattenscheider Heide und Südfeldmark zu einem Schulverbund zusammen geschlossen worden. Es handelt sich um eine Schule mit zwei Standorten, die beide im Bochumer Stadtteil Wattenscheid liegen. Der Hauptstandort liegt an der Bochumer Straße und der Nebenstandort befindet sich an der Roonstraße.

Es wurde schnell deutlich, dass die neue Schule einen gemeisamen Namen braucht. So haben Lehrer, Eltern und Schüler viele Namensvorschläge gesammelt und sich letztendlich für den neuen gemeinsamen Namen "Glückaufschule" entschieden.

An der Glückaufschule werden zur Zeit 303 Schülerinnen und Schüler in 12 Klassen von 17 Lehrerinnen und 1 Lehramtsanwärterin unterrichtet. Die Glückaufschule ist eine Offene Ganztagsgrundschule und bietet an beiden Standorten ein Betreuungs- und Kursangebot bis 16 Uhr an.

Neben den 12 Klassenräumen stehen an den Standorten folgende zusätzliche Räumlichkeiten zur Verfügung:

Computerraum mit Internetzugang

Schülerbücherei (Bochumer Straße)

Fachräume (z. B. Musik, Englisch, Werkraum)

Turnhalle

Aula

Wunderbare Begegnungen beim Familienseminar

Das  3. Familien-Wochenendseminar in der Freizeitstätte Arche Noah in Marienberge im Siegerland im November 2013 unter dem Motto „Familien(t)räume: Vielfalt unter einem Dach“ begeisterten die insgesamt 37 Teilnehmenden durch den intensiven Kontakt zwischen Mensch und Tier. Das Rahmenprogramm bot Gelegenheiten für die jeweilige Eltern- und Kindergruppe als auch in gemeinsamen Aktionen wie bei der Stallführung und beim Besuch des Lernbauernhofes positive Bezüge zu- und untereinander wahrzunehmen und herzustellen. Ein besonderes Erlebnis war für einige Teilnehmenden der direkte Kontakt zum Tier, das den Familien aus den Herkunftsländern der Türkei beispielsweise sehr nahe und bekannt ist, für andere wiederum eine neue  oder ungewohnte Erfahrung darstellte. Nach anfänglichen Berührungsängsten schaute man in glückliche und zufriedene Gesichter bei Eltern und Kindern, die im Kontakt mit den Tieren ihre eigenen Grenzen bzw. Barrieren überschreiten konnten.

Das Thema „Vielfalt unter einem Dach“ bot in den Austauschrunden Stoff für Überlegungen im Miteinander, Ressourcen und Fähigkeiten zu sehen und zu schätzen und sie – wie in dem Film „Das weinende Kamel“ der Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen. Aber auch konkret bei der Gestaltung und Ausgestaltung eines Begegnungshauses für Wattenscheid wurden engagiert Sehnsüchte und Wünsche vorgetragen und macht die Wichtigkeit der Beteiligung  der sogenannten Zielgruppen (Bürger*innen von Wattenscheid) bei der Planung „soziale Stadt“ und „familienfreundliche Kommune“ deutlich. In den entsprechenden Gremien (Sozialraumkonferenz von WAT- Mitte, Stadtwerkstatt) berichtete die Projektkoordinatorin über Ergebnisse und Anregungen des Seminars. Auch das konkrete Thema „Jugendcafé für WAT“ mobilisierte 8 Jugendliche, konkret über die Methode „planning for real“ bei der Ausgestaltung mitzuwirken und einen Trailer dazu zu erstellen.

Kooperation Schule und Familie: Es beteiligten sich 9 Familien dreier Grundschulen in Wattenscheid und der Fröbelschule/ Förderschule Lernen, davon 11 Erwachsene sowie zwei 16jährige Jugendliche und 19 Kinder im Alter von 1,4 bis 15 Jahren. Dementsprechend setzte sich auch das pädagogische Team bestehend aus den jeweiligen Schulsozialarbeiter*innen bzw. Integrationslehrerin zusammen, das durch eine Waldpädagogin und der Projektkoordinatorin ergänzt wurde.

Eine gemeinsame Planung und Durchführung des Seminars mit Schulsozialarbeiter*innen bzw. der Integrationsfachkraft  zahlt sich aus. Der Blick auf die Familie wird ein anderer, erhöht die Empathie und das Verständnis auf Seiten der pädagogischen Fachkräfte für den Familienalltag und Probleme der Eltern mit dem System Schule.  Andererseits erleben  Eltern und ihre Kinder die Kontaktpersonen / Schulsozialarbeiter*innen auf einer vertrauensvolleren Ebene. Themen, die die Eltern beschäftigen, können über die Schulsozialarbeiter*innen weiterverfolgt werden und ggf. Ideen und Initiativen gewinnbringend für andere Familien am Schulstandort verankert werden.  Auch der kollegiale Austausch untereinander ist ein Gewinn für das gesamte Team, das Arbeitsweisen, Ideen und Anregungen der anderen Standorte aufgreifen kann.

Akteure: 

Adressaten: 

  • Eltern
  • Kinder

Theaterspielen macht Talente sichtbar

Der dreitägige Theaterworkshop machte den einwöchigen Familienbildungsurlaub des PEV in Olpe für die insgesamt 12 Familien aus Bochum-Wattenscheid und Umgebung zu einem einmaligen Erlebnis. Walter Hönig, Theaterpädagoge und Gordon-Trainer lud zunächst die 10 Jungen und 10 Mädchen sowie die insgesamt 14 Mütter und Väter dazu ein, durch Übungen die Regeln und Techniken des biografischen Improvisationstheaters kennen zu lernen. Mit Unterstützung der  Projektkoordinatorin von Bildungsgestalten, dem PEV- Team und der Schulsozialarbeiterin der Glückaufgrundschule entwickelten sich insgesamt 5 Theaterszenen, die aus der Mitte der Gesellschaft kommen. Die Bühne wurde zum Bus und ermöglichte die Reise von der Gegenwart in die Vergangenheit wie in die Zukunft. Es wurde z.B. Halt gemacht an der „Mobbingstraße“, dem „Platz der Vorurteile“ und an der „Egoisten-Allee“, wobei sich am Ende jeder Szene  alle als Gewinner fühlen konnten, da sie ein Zugewinn an Achtsamkeit, Respekt und Liebe erfahren haben.  Die jungen Protagonisten schlüpften dabei in die Rolle der Erwachsenen und umgekehrt, so wurden beispielsweise Erziehungsstile von früher und heute auf teilweise amüsante aber auch nachdenkliche Weise durchleuchtet.

Die Spielfreude war bis zum Schluss ungebrochen. Die Familienmitglieder erlebten sich auch untereinander auf neue Art und entdeckten an sich selbst und den anderen Fähigkeiten und individuelle Talente, die sie zum Teil selbst verblüfften und die Zuschauer bei der Aufführung begeisterten. Eine weitere Aufführung vor heimischem Publikum in Bochum-Wattenscheid würden jedenfalls alle begrüßen.Weitere Theaterworkshops mit Tanz und Musik werden in Kooperation mit den Grundschulen in Bochum-Wattenscheid sicherlich folgen. Denn durch die gemeinsame Entwicklung und Durchführung familienbildender Seminare und Projekte ist eine ressourcenorientierte Optimierung der Beziehungspartnerschaft von Schule und Familie angestrebt, die durch die besondere Rolle und Initiative der Schulsozialarbeiter*innen und Integrationsfachkräfte in idealer Weise ausgefüllt wird.

 

Akteure: 

Angebote: 

Adressaten: 

  • Eltern
  • Kinder

Das rohe Ei beim Falltest

Ein erlebnisreiches Wochenende verbrachten 11 Familien der Gertrudis- und Glückaufgrundschule im Salvador-Allende Haus vom 21. bis 23. Juni in der Haard. Gemeinsam mit den Schulsozialarbeiterinnen beider Schulen, einer Mitarbeiterin des PEV NW e.V., einer Waldpädagogin und der Projektkoordinatorin wurden zahlreiche Spiele für die ganze Gruppe und Bastelaktionen mit Naturmaterialien angeboten sowie Ausflüge in den Wald unternommen. Dabei wurde u.a. ein Zaubertrank aus „Waldzutaten“ hergestellt und verblüffende Sinneserfahrungen mit Spiegeln auf dem Waldparcour gemacht. Jede Familie erhielt ein rohes Ei, für das aus Moos, Blättern und Zweigen ein falltaugliches Flugobjekt gebaut werden musste. Beim Falltest vom Hochsitz zeigte sich dann, dass fast alle Eier „überlebt“ haben. Beim Seminar blieb ebenfalls Zeit und Raum für freies Spielen und Improvisationstheater, das die 20 Kinder zwischen 2 und 14 Jahren auf der Bühne präsentierten. Die Eltern hatten Gelegenheit sich untereinander über verschiedene Themen auszutauschen, u.a. auch über die Kooperation zwischen Schule und Eltern. Darüber hinaus erhielten sie Informationen über kostenlose Angebote, Aktionen und weitere Projekte, die neben Bildung(s)gestalten HAT WATT auch zahlreiche Bildungs- und Beratungseinrichtungen in Bochum-Wattenscheid für Familien, Kinder und Jugendliche anbieten. Vor der Heimreise am Sonntagnachmittag zogen alle Teilnehmenden das Fazit: es war ein anstrengendes aber abwechslungsreiches Wochenende, das allen viel Spaß gemacht hat! Gerne würden die Familien diese intensive Phase des gemeinsamen Miteinanders wiederholen, wofür im Alltag oftmals wenig Zeit verbleibt. Durch die finanzielle Unterstützung der Anneliese-Brost-Stiftung konnte dieses Seminar realisiert werden, ein zweites Seminar ist für November 2013 geplant.

Akteure: 

Angebote: 

Adressaten: 

  • Eltern
  • Kinder
  • Jugendliche