Gertrudisschule Bochum-Wattenscheid

Schulstrasse 7
44866 Bochum

Warum eigentlich "Gertrudisschule"?
Die Gertrudisschule hat - was ihren Namen betrifft - eine bewegte Geschichte hinter sich. Zwischen ihrer Gründung im Jahr 1906 und 1941 hieß sie bereits Gertrudisschule. Während des Nationalsozialismus wurde sie dann in Dietrich-Eckert-Schule umbenannt. Nach 1945 hieß sie wieder Gertrudisschule., doch 1968 stand eine erneute Namensänderung in Grundschule Mitte 1 bevor. Acht Jahre später erhielt sie wieder einen neuen Namen: Gemeinschaftsgrundschule Vorstadtstr. 14. 1991 entschied sich die Schulkonferenz dafür, der Schule ihren historischen Namen Gertrudisschule. wieder zu geben.

Wunderbare Begegnungen beim Familienseminar

Das  3. Familien-Wochenendseminar in der Freizeitstätte Arche Noah in Marienberge im Siegerland im November 2013 unter dem Motto „Familien(t)räume: Vielfalt unter einem Dach“ begeisterten die insgesamt 37 Teilnehmenden durch den intensiven Kontakt zwischen Mensch und Tier. Das Rahmenprogramm bot Gelegenheiten für die jeweilige Eltern- und Kindergruppe als auch in gemeinsamen Aktionen wie bei der Stallführung und beim Besuch des Lernbauernhofes positive Bezüge zu- und untereinander wahrzunehmen und herzustellen. Ein besonderes Erlebnis war für einige Teilnehmenden der direkte Kontakt zum Tier, das den Familien aus den Herkunftsländern der Türkei beispielsweise sehr nahe und bekannt ist, für andere wiederum eine neue  oder ungewohnte Erfahrung darstellte. Nach anfänglichen Berührungsängsten schaute man in glückliche und zufriedene Gesichter bei Eltern und Kindern, die im Kontakt mit den Tieren ihre eigenen Grenzen bzw. Barrieren überschreiten konnten.

Das Thema „Vielfalt unter einem Dach“ bot in den Austauschrunden Stoff für Überlegungen im Miteinander, Ressourcen und Fähigkeiten zu sehen und zu schätzen und sie – wie in dem Film „Das weinende Kamel“ der Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen. Aber auch konkret bei der Gestaltung und Ausgestaltung eines Begegnungshauses für Wattenscheid wurden engagiert Sehnsüchte und Wünsche vorgetragen und macht die Wichtigkeit der Beteiligung  der sogenannten Zielgruppen (Bürger*innen von Wattenscheid) bei der Planung „soziale Stadt“ und „familienfreundliche Kommune“ deutlich. In den entsprechenden Gremien (Sozialraumkonferenz von WAT- Mitte, Stadtwerkstatt) berichtete die Projektkoordinatorin über Ergebnisse und Anregungen des Seminars. Auch das konkrete Thema „Jugendcafé für WAT“ mobilisierte 8 Jugendliche, konkret über die Methode „planning for real“ bei der Ausgestaltung mitzuwirken und einen Trailer dazu zu erstellen.

Kooperation Schule und Familie: Es beteiligten sich 9 Familien dreier Grundschulen in Wattenscheid und der Fröbelschule/ Förderschule Lernen, davon 11 Erwachsene sowie zwei 16jährige Jugendliche und 19 Kinder im Alter von 1,4 bis 15 Jahren. Dementsprechend setzte sich auch das pädagogische Team bestehend aus den jeweiligen Schulsozialarbeiter*innen bzw. Integrationslehrerin zusammen, das durch eine Waldpädagogin und der Projektkoordinatorin ergänzt wurde.

Eine gemeinsame Planung und Durchführung des Seminars mit Schulsozialarbeiter*innen bzw. der Integrationsfachkraft  zahlt sich aus. Der Blick auf die Familie wird ein anderer, erhöht die Empathie und das Verständnis auf Seiten der pädagogischen Fachkräfte für den Familienalltag und Probleme der Eltern mit dem System Schule.  Andererseits erleben  Eltern und ihre Kinder die Kontaktpersonen / Schulsozialarbeiter*innen auf einer vertrauensvolleren Ebene. Themen, die die Eltern beschäftigen, können über die Schulsozialarbeiter*innen weiterverfolgt werden und ggf. Ideen und Initiativen gewinnbringend für andere Familien am Schulstandort verankert werden.  Auch der kollegiale Austausch untereinander ist ein Gewinn für das gesamte Team, das Arbeitsweisen, Ideen und Anregungen der anderen Standorte aufgreifen kann.

Akteure: 

Adressaten: 

  • Eltern
  • Kinder

Das rohe Ei beim Falltest

Ein erlebnisreiches Wochenende verbrachten 11 Familien der Gertrudis- und Glückaufgrundschule im Salvador-Allende Haus vom 21. bis 23. Juni in der Haard. Gemeinsam mit den Schulsozialarbeiterinnen beider Schulen, einer Mitarbeiterin des PEV NW e.V., einer Waldpädagogin und der Projektkoordinatorin wurden zahlreiche Spiele für die ganze Gruppe und Bastelaktionen mit Naturmaterialien angeboten sowie Ausflüge in den Wald unternommen. Dabei wurde u.a. ein Zaubertrank aus „Waldzutaten“ hergestellt und verblüffende Sinneserfahrungen mit Spiegeln auf dem Waldparcour gemacht. Jede Familie erhielt ein rohes Ei, für das aus Moos, Blättern und Zweigen ein falltaugliches Flugobjekt gebaut werden musste. Beim Falltest vom Hochsitz zeigte sich dann, dass fast alle Eier „überlebt“ haben. Beim Seminar blieb ebenfalls Zeit und Raum für freies Spielen und Improvisationstheater, das die 20 Kinder zwischen 2 und 14 Jahren auf der Bühne präsentierten. Die Eltern hatten Gelegenheit sich untereinander über verschiedene Themen auszutauschen, u.a. auch über die Kooperation zwischen Schule und Eltern. Darüber hinaus erhielten sie Informationen über kostenlose Angebote, Aktionen und weitere Projekte, die neben Bildung(s)gestalten HAT WATT auch zahlreiche Bildungs- und Beratungseinrichtungen in Bochum-Wattenscheid für Familien, Kinder und Jugendliche anbieten. Vor der Heimreise am Sonntagnachmittag zogen alle Teilnehmenden das Fazit: es war ein anstrengendes aber abwechslungsreiches Wochenende, das allen viel Spaß gemacht hat! Gerne würden die Familien diese intensive Phase des gemeinsamen Miteinanders wiederholen, wofür im Alltag oftmals wenig Zeit verbleibt. Durch die finanzielle Unterstützung der Anneliese-Brost-Stiftung konnte dieses Seminar realisiert werden, ein zweites Seminar ist für November 2013 geplant.

Akteure: 

Angebote: 

Adressaten: 

  • Eltern
  • Kinder
  • Jugendliche