Durch Beziehung zur Bildung

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Während der Laufzeit von Mai bis Dezember 2012 ist die Durchführung von insgesamt drei Schulkind-Familienwochenenden in einer Familienbildungsstätte außerhalb Bochums (zwei Übernachtungen) mit jeweils ca. 30 Personen plus einem pädagogischen Team von insgesamt 5 Personen geplant. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Schulgemeinde der Fröbelschule (Förderschule Lernen), es wird aber auch versucht, die Angebote in den benachbarten Grundschulen zu bewerben, da auch hier viele Familien aus dem Sozialraum angebunden sind. Familien der Gertrudis-Grundschule, eine der größten Grundschulen in Wattenscheid –Mitte und Seiteneinstiegsschule für Asylanten, und der Glückauf Grundschule stehen dabei ebenfalls im Fokus dieses Projektes.

Das Projekt „Durch Beziehung zur Bildung“ startet den Versuch, durch gemeinsame an den Lebensinteressen der Familien angesetzte Erlebnisse das Beziehungsgeflecht zwischen Eltern und ihren Kindern aus Familien mit sozialen Problemstellungen zu stärken. Dabei soll insbesondere den schulpflichtigen Kindern ein positives Entwicklungserlebnis ermöglicht werden, das einerseits ihren Eltern vor Augen geführt wird und andererseits auch in eine Interaktion/ Kommunikation über Interessen und Stärken der Kinder einmündet. Aspekte von Partizipation, Gruppenzusammenhalt, Wertschätzung und anderen Bildungszugängen stehen dabei im Vordergrund.

Eine Mischung von Familien aus verschiedenen Schulen, die Einbeziehung von LehrerInnen, OGS MitarbeiterInnen und SchulsozialarbeiterInnen in die Aktivitäten sowie die Fortsetzung auch im nächsten Kalenderjahr werden angestrebt.

Weitere Informationen folgen!

Theaterspielen macht Talente sichtbar

Der dreitägige Theaterworkshop machte den einwöchigen Familienbildungsurlaub des PEV in Olpe für die insgesamt 12 Familien aus Bochum-Wattenscheid und Umgebung zu einem einmaligen Erlebnis. Walter Hönig, Theaterpädagoge und Gordon-Trainer lud zunächst die 10 Jungen und 10 Mädchen sowie die insgesamt 14 Mütter und Väter dazu ein, durch Übungen die Regeln und Techniken des biografischen Improvisationstheaters kennen zu lernen. Mit Unterstützung der  Projektkoordinatorin von Bildungsgestalten, dem PEV- Team und der Schulsozialarbeiterin der Glückaufgrundschule entwickelten sich insgesamt 5 Theaterszenen, die aus der Mitte der Gesellschaft kommen. Die Bühne wurde zum Bus und ermöglichte die Reise von der Gegenwart in die Vergangenheit wie in die Zukunft. Es wurde z.B. Halt gemacht an der „Mobbingstraße“, dem „Platz der Vorurteile“ und an der „Egoisten-Allee“, wobei sich am Ende jeder Szene  alle als Gewinner fühlen konnten, da sie ein Zugewinn an Achtsamkeit, Respekt und Liebe erfahren haben.  Die jungen Protagonisten schlüpften dabei in die Rolle der Erwachsenen und umgekehrt, so wurden beispielsweise Erziehungsstile von früher und heute auf teilweise amüsante aber auch nachdenkliche Weise durchleuchtet.

Die Spielfreude war bis zum Schluss ungebrochen. Die Familienmitglieder erlebten sich auch untereinander auf neue Art und entdeckten an sich selbst und den anderen Fähigkeiten und individuelle Talente, die sie zum Teil selbst verblüfften und die Zuschauer bei der Aufführung begeisterten. Eine weitere Aufführung vor heimischem Publikum in Bochum-Wattenscheid würden jedenfalls alle begrüßen.Weitere Theaterworkshops mit Tanz und Musik werden in Kooperation mit den Grundschulen in Bochum-Wattenscheid sicherlich folgen. Denn durch die gemeinsame Entwicklung und Durchführung familienbildender Seminare und Projekte ist eine ressourcenorientierte Optimierung der Beziehungspartnerschaft von Schule und Familie angestrebt, die durch die besondere Rolle und Initiative der Schulsozialarbeiter*innen und Integrationsfachkräfte in idealer Weise ausgefüllt wird.

 

Akteure: 

Angebote: 

Adressaten: 

  • Eltern
  • Kinder

Das rohe Ei beim Falltest

Ein erlebnisreiches Wochenende verbrachten 11 Familien der Gertrudis- und Glückaufgrundschule im Salvador-Allende Haus vom 21. bis 23. Juni in der Haard. Gemeinsam mit den Schulsozialarbeiterinnen beider Schulen, einer Mitarbeiterin des PEV NW e.V., einer Waldpädagogin und der Projektkoordinatorin wurden zahlreiche Spiele für die ganze Gruppe und Bastelaktionen mit Naturmaterialien angeboten sowie Ausflüge in den Wald unternommen. Dabei wurde u.a. ein Zaubertrank aus „Waldzutaten“ hergestellt und verblüffende Sinneserfahrungen mit Spiegeln auf dem Waldparcour gemacht. Jede Familie erhielt ein rohes Ei, für das aus Moos, Blättern und Zweigen ein falltaugliches Flugobjekt gebaut werden musste. Beim Falltest vom Hochsitz zeigte sich dann, dass fast alle Eier „überlebt“ haben. Beim Seminar blieb ebenfalls Zeit und Raum für freies Spielen und Improvisationstheater, das die 20 Kinder zwischen 2 und 14 Jahren auf der Bühne präsentierten. Die Eltern hatten Gelegenheit sich untereinander über verschiedene Themen auszutauschen, u.a. auch über die Kooperation zwischen Schule und Eltern. Darüber hinaus erhielten sie Informationen über kostenlose Angebote, Aktionen und weitere Projekte, die neben Bildung(s)gestalten HAT WATT auch zahlreiche Bildungs- und Beratungseinrichtungen in Bochum-Wattenscheid für Familien, Kinder und Jugendliche anbieten. Vor der Heimreise am Sonntagnachmittag zogen alle Teilnehmenden das Fazit: es war ein anstrengendes aber abwechslungsreiches Wochenende, das allen viel Spaß gemacht hat! Gerne würden die Familien diese intensive Phase des gemeinsamen Miteinanders wiederholen, wofür im Alltag oftmals wenig Zeit verbleibt. Durch die finanzielle Unterstützung der Anneliese-Brost-Stiftung konnte dieses Seminar realisiert werden, ein zweites Seminar ist für November 2013 geplant.

Akteure: 

Angebote: 

Adressaten: 

  • Eltern
  • Kinder
  • Jugendliche